ThurCloud: Programme und Geräte

Auf ThurCloud greifen Sie auf drei Arten zu: über den Browser, über ein Programm auf dem Arbeitsplatzrechner oder über eine App auf dem Telefon. Dazu kommen Kalender und Adressbuch, die sich direkt in Outlook, Thunderbird oder in die Telefon-Anwendungen einbinden lassen. Dieser Artikel zeigt, was es gibt und wofür Sie was brauchen.

Inhalt

Der Browser: nichts zu installieren
Der Desktop-Client für den Arbeitsplatz
Apps für Telefon und Tablet
Kalender und Kontakte auf dem Gerät
Als Netzlaufwerk einbinden
App-Passwörter statt des eigenen Kennworts
Geräte im Blick behalten
Was wofür – eine Empfehlung

Der Browser: nichts zu installieren

Der schnellste Weg ist die Adresse Ihrer Instanz im Browser. Damit haben Sie alles: Dateien, Freigaben, Kalender, Kontakte, Besprechungen, Office. Es muss nichts eingerichtet werden, und es funktioniert auf jedem Gerät – auch auf einem fremden Rechner beim Kunden.

Anmeldemaske von ThurCloud

Für Gelegenheitsnutzer und für unterwegs reicht der Browser vollständig aus. Wer den ganzen Tag mit den Dateien arbeitet, ist mit dem Desktop-Client besser bedient.

Der Desktop-Client für den Arbeitsplatz

Der Desktop-Client legt auf Ihrem Gerät einen Ordner an, den Sie im Explorer beziehungsweise im Finder wie jeden anderen öffnen – kein Netzlaufwerk, sondern ein Ort auf der Platte. Sie arbeiten darin wie gewohnt: Datei öffnen, bearbeiten, speichern – der Client kümmert sich um den Abgleich. Es gibt ihn für Windows, macOS und Linux.

Die Installationsdateien stellen wir Ihnen zur Verfügung – auch gebündelt, wenn Sie sie im Betrieb verteilen möchten. Sagen Sie uns, welche Betriebssysteme im Einsatz sind.

Zwei Betriebsarten sind zu unterscheiden, und die Wahl macht im Alltag einen grossen Unterschied:

ArtVerhaltenPassend für
SynchronisierenDie gewählten Ordner liegen vollständig auf der Festplatte. Alles ist auch ohne Netz verfügbar, belegt aber entsprechend Platz.Notebooks im Aussendienst, kleinere Ablagen
Virtuelle DateienSie sehen alle Ordner und Dateien, heruntergeladen wird erst beim Öffnen. Belegt fast keinen Platz.grosse Ablagen, Geräte mit kleiner Festplatte

Unsere Empfehlung: virtuelle Dateien als Grundeinstellung, und einzelne Ordner, die unterwegs gebraucht werden, ausdrücklich für die Offline-Nutzung markieren. So passt auch eine Ablage von mehreren hundert Gigabyte auf ein Notebook.

Bei der Einrichtung fragt der Client nach der Serveradresse; die Anmeldung erfolgt danach im Browserfenster. Ein separates Kennwort müssen Sie nicht vergeben – der Client legt sich selbst ein eigenes an (siehe weiter unten).

Apps für Telefon und Tablet

Für Android und iOS gibt es mehrere Apps, die Sie einzeln installieren, je nachdem was gebraucht wird:

AppWofür
NextcloudDie Hauptanwendung: Dateien ansehen, hochladen, teilen. Kann Fotos vom Telefon automatisch hochladen – praktisch für Baustellenbilder.
Nextcloud TalkChat und Videobesprechungen unterwegs, mit Benachrichtigung bei Anrufen
Nextcloud NotesNotizen, die mit dem Browser und dem Arbeitsplatz zusammenlaufen
Nextcloud Deck (nur Android)Aufgabentafeln unterwegs abhaken

Kalender und Kontakte brauchen keine eigene App – die binden Sie in die vorhandenen Anwendungen des Telefons ein, wie im nächsten Abschnitt beschrieben.

Beim automatischen Hochladen von Fotos lohnt ein Blick auf die Einstellung: Ohne Einschränkung landen auch private Aufnahmen in der Firmenablage. Sinnvoll ist, nur einen bestimmten Ordner des Telefons hochzuladen.

Kalender und Kontakte auf dem Gerät

ThurCloud spricht die offenen Standards CalDAV (Kalender) und CardDAV (Adressbuch). Damit erscheinen Ihre Termine und Kontakte in den Programmen, die Sie ohnehin verwenden:

ProgrammEinbindung
iPhone und iPadEinstellungen → Apps → Kalender → Accounts → Account hinzufügen → Andere → CalDAV-Account. Kontakte gleich, dort CardDAV.
AndroidÜber die App DAVx&sup5;, die Kalender und Kontakte in die Android-Anwendungen einhängt
ThunderbirdNeuer Kalender → im Netzwerk → CalDAV; Adressbuch analog über CardDAV
OutlookBraucht ein Zusatzprogramm, da Outlook CalDAV nicht von Haus aus beherrscht. Wir richten das auf Wunsch ein.

Die genaue Adresse finden Sie in ThurCloud im Kalender unter Einstellungen ganz unten links; sie hat die Form https://ihre-adresse/remote.php/dav.

Als Netzlaufwerk einbinden

Wer kein zusätzliches Programm installieren möchte, kann ThurCloud als Netzlaufwerk einbinden – über WebDAV. Die dafür nötige Adresse finden Sie in der Dateiansicht unten links unter Dateien-Einstellungen und dort im Bereich WebDAV. Über das Symbol daneben kopieren Sie sie in die Zwischenablage. Zwei Dinge sind dabei zu wissen: Melden Sie sich mit einem App-Passwort an, nicht mit Ihrem eigenen Kennwort. Und der in Windows eingebaute WebDAV-Zugang überträgt ab Werk keine Dateien über 50 MB – für grössere Dateien führt kein Weg am Desktop-Client vorbei.

Der Bereich WebDAV in den Dateien-Einstellungen mit der Adresse

Die Adresse endet auf Ihren Benutzernamen und hat die Form https://ihre-adresse/remote.php/dav/files/benutzername. Unter Windows binden Sie sie über Dieser PC → Netzlaufwerk verbinden ein, unter macOS im Finder über Gehe zu → Mit Server verbinden.

Das ist die einfachste, aber auch die langsamste Art des Zugriffs: Windows lädt bei jedem Öffnen die ganze Datei neu, und bei grösseren Dokumenten wird das zäh. Für den täglichen Gebrauch ist der Desktop-Client die bessere Wahl; WebDAV eignet sich für Sonderfälle, etwa wenn ein Programm einen festen Laufwerksbuchstaben verlangt.

App-Passwörter statt des eigenen Kennworts

Jedes Programm, das sich mit ThurCloud verbindet, sollte ein eigenes Kennwort bekommen – nicht Ihr Anmeldekennwort. ThurCloud erzeugt diese Kennwörter auf Knopfdruck unter Einstellungen → Sicherheit.

Erzeugen eines App-Passworts

Der Vorteil zeigt sich, wenn ein Gerät verlorengeht: Sie entziehen diesem einen Zugang, und alle anderen laufen weiter. Bei Ihrem Anmeldekennwort müssten Sie es überall neu eintragen.

Der Desktop-Client und die Telefon-Apps legen sich beim Einrichten automatisch ein solches Kennwort an – dort müssen Sie nichts tun. Von Hand brauchen Sie eines nur für Programme, die sich noch mit Benutzername und Kennwort anmelden, etwa ein Kalenderprogramm oder eine WebDAV-Einbindung.

Geräte im Blick behalten

Unter Einstellungen → Sicherheit sehen Sie jedes Gerät und jedes Programm, das mit Ihrem Konto verbunden ist, samt letztem Zugriff.

Verbundene Geräte und Sitzungen

Verschwindet ein Notebook oder Telefon, stehen Ihnen zwei verschiedene Aktionen zur Verfügung, und die Reihenfolge entscheidet. Gerät löschen entfernt die abgeglichenen Dateien – allerdings erst, wenn sich das Gerät das nächste Mal meldet. Trennen macht den Zugang sofort ungültig, lässt die Dateien aber liegen, und ein noch ausstehender Löschauftrag verfällt dabei. Bei einem Verlust gilt deshalb: zuerst «Gerät löschen», niemals zuerst trennen. Der ehrliche Vorbehalt dazu: Ein Gerät, das nie wieder online geht, wird auch nicht gelöscht – dagegen hilft nur eine verschlüsselte Festplatte. Und Verbindungen aus Kalender-, Kontakt- oder WebDAV-Programmen erfasst das Löschen ohnehin nicht; dort wirkt nur «Trennen». Melden Sie den Verlust zusätzlich Ihrem Administrator – er sieht dieselbe Liste für alle Konten und kann weitere Schritte einleiten.

Was wofür – eine Empfehlung

WerWomit
Büroarbeitsplatz, täglich mit DateienDesktop-Client mit virtuellen Dateien, dazu der Browser für Freigaben und Besprechungen
Aussendienst mit NotebookDesktop-Client, die gebrauchten Ordner für die Offline-Nutzung markiert
Baustelle, MontageTelefon-App mit Fotoupload in einen Projektordner
Geschäftsleitung unterwegsTelefon-App plus Talk, Kalender und Kontakte im Telefon eingebunden
Gelegentlicher Zugriff, Aushilfenur der Browser

Bei der Einführung richten wir die Geräte gemeinsam mit Ihnen ein – in der Regel genügt ein Termin für das ganze Team.

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