ThurWeb: Einführung und erste Schritte

ThurWeb ist Webhosting: Sie bekommen Platz auf einem Server, auf dem Ihre Website liegt, dazu Datenbanken, Zugänge und Zertifikate. Dieser Artikel erklärt das Ganze von Grund auf — was beim Aufruf einer Website eigentlich passiert, welche Bausteine daran beteiligt sind und wie Sie Ihr Paket bedienen. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Wer schon weiss, was PHP und MySQL sind, überspringt die ersten drei Abschnitte.

Inhalt

Was Sie mit ThurWeb bekommen
Wie eine Website beim Besucher ankommt
Die Bausteine: HTML, PHP und eine Datenbank
Wo die DNS-Einträge liegen — und warum das wichtig ist
Die zwei Oberflächen
Das Kontrollzentrum im Kundenbereich
Das Webuzo-Panel
Ihr Konto und Ihre Verzeichnisse
Die PHP-Einstellungen und ihre Grenzen
Was in Ihrem Paket steckt
Was nicht dazugehört
Die ersten Schritte, der Reihe nach
Wo finde ich was?

Was Sie mit ThurWeb bekommen

Ein ThurWeb-Paket ist ein abgegrenzter Bereich auf einem gemeinsam genutzten Server. Darin liegen Ihre Dateien, laufen Ihre Programme und stehen Ihre Datenbanken. Andere Kunden auf demselben Server kommen nicht an Ihre Daten heran, und Sie nicht an deren.

Was auf dem Server läuft. Ein Apache-Webserver in Version 2.4, die Datenbank MariaDB 10.11 und PHP — standardmässig in Version 8.2, wählbar sind 5.6, 7.4, 8.1, 8.2, 8.3 und 8.4. Betriebssystem ist AlmaLinux. Diese Angaben brauchen Sie, wenn eine Anwendung nach ihren Voraussetzungen fragt.

Wie eine Website beim Besucher ankommt

Wenn jemand www.ihrefirma.ch in den Browser tippt, laufen mehrere Schritte ab, die alle klappen müssen. Wer diese Kette kennt, findet später viel schneller heraus, an welcher Stelle es hakt.

SchrittWas passiertWer macht das
1 Der Browser fragt: Welche Zahlenadresse gehört zu diesem Namen? Das DNS — das Namensverzeichnis des Internets. Für Ihre Domain antworten unsere Nameserver ns1.thurdata.ch und ns2.thurdata.ch.
2 Er bekommt eine IP-Adresse zurück, etwa 185.163.51.211 Dieselben Nameserver. Die Antwort wird unterwegs zwischengespeichert, deshalb wirken Änderungen nicht sofort.
3 Der Browser verbindet sich mit dieser Adresse und nennt dabei den gewünschten Domainnamen Der Hosting-Server. Er beherbergt viele Websites; erst der mitgeschickte Name sagt ihm, welche gemeint ist.
4 Bei https:// weisen sich beide Seiten aus und verschlüsseln die Verbindung Das SSL-Zertifikat Ihrer Domain.
5 Der Webserver sucht die passende Datei in Ihrem Verzeichnis Apache. Endet sie auf .html, schickt er sie direkt zurück. Endet sie auf .php, geht es weiter zu Schritt 6.
6 Das Programm in der Datei wird ausgeführt und erzeugt dabei eine Seite PHP. Holt sich dabei meist Daten aus der Datenbank.
7 Das Ergebnis geht als fertige Seite an den Browser Apache. Der Browser stellt sie dar.

Warum das für Sie praktisch ist: Fast jede Störung lässt sich einem dieser Schritte zuordnen.

  • Die Seite ist gar nicht erreichbar oder es erscheint eine fremde Seite — meist Schritt 1 oder 2, also DNS.
  • Der Browser warnt vor der Verbindung — Schritt 4, also das Zertifikat.
  • Seite nicht gefunden — Schritt 5: die Datei liegt nicht dort, wo der Server sie sucht.
  • Eine weisse Seite oder eine Fehlermeldung mitten im Text — Schritt 6: das Programm ist auf ein Problem gestossen.

Die Bausteine: HTML, PHP und eine Datenbank

Eine Website besteht aus mehreren Sorten von Dateien, die verschiedene Aufgaben haben. Für den Anfang genügt es, drei davon auseinanderzuhalten.

HTML ist die Seite selbst — Text, Überschriften, Bilder, Verweise. Eine HTML-Datei ist starr: Was drinsteht, sieht jeder Besucher gleich. Für eine Visitenkarte im Netz reicht das vollkommen.

PHP ist eine Programmiersprache, die auf dem Server läuft, bevor der Besucher etwas sieht. Eine PHP-Datei ist kein fertiger Text, sondern eine Anleitung: „Hole die letzten fünf Beiträge, setze sie in dieses Gerüst, und wenn jemand angemeldet ist, zeige zusätzlich den Bearbeiten-Knopf." Erst beim Aufruf entsteht daraus eine fertige HTML-Seite. Der Besucher bekommt nie den PHP-Code zu sehen, sondern nur das Ergebnis.

Deshalb kann eine PHP-Seite Dinge, die HTML nicht kann: Formulare auswerten, Benutzer anmelden, Inhalte anzeigen, die sich ändern, ohne dass jemand eine Datei bearbeitet. WordPress, Joomla, TYPO3, Webshops — alles PHP-Anwendungen.

Die Datenbank ist der Ort, an dem diese wechselnden Inhalte liegen. Man könnte fragen: Warum nicht einfach in Dateien? Weil eine Datenbank etwas kann, was Dateien nicht können — gezielt suchen und sortieren. „Gib mir alle Beiträge aus der Kategorie Aktuelles, die neuesten zuerst, aber nur die ersten zehn" ist für eine Datenbank eine einzige Frage. Bei Dateien müsste das Programm jede einzelne öffnen und ansehen.

Ein Beispiel. Bei einer WordPress-Website liegen die Programmdateien von WordPress und Ihre Bilder als Dateien auf dem Server. Ihre Texte, Seiten, Kommentare, Einstellungen und Benutzerkonten liegen dagegen in der Datenbank. Wenn Sie einen Beitrag schreiben, entsteht keine neue Datei — es kommt eine Zeile in eine Tabelle. Das ist auch der Grund, warum eine Sicherung beides umfassen muss: nur Dateien oder nur Datenbank ergibt keine funktionierende Website.

Die Datenbank hier heisst MariaDB und ist der direkte Nachfolger von MySQL. Wenn eine Anwendung „MySQL" verlangt, ist das damit erfüllt — die Namen werden gleichbedeutend verwendet.

Eine Anwendung braucht vier Angaben, um an ihre Datenbank zu kommen: Servername (hier immer localhost), Datenbankname, Benutzername und Passwort. Diese vier tragen Sie bei der Installation ein; wo Sie sie herbekommen, steht im Artikel über Dateien und Datenbanken.

Wo die DNS-Einträge liegen — und warum das wichtig ist

Hier liegt ein Punkt, der oft für Verwirrung sorgt und der eine klare Regel nach sich zieht.

Ihre Website und Ihre DNS-Einträge liegen auf verschiedenen Servern.

WasWoAufgabe
Ihre Website
Dateien, Datenbanken, Zugänge
Der Hosting-Server
panel.thurdata.ch
185.163.51.211
Beherbergt und liefert die Seiten aus.
Ihre DNS-Einträge
welcher Name auf welche Adresse zeigt
Unsere Nameserver
ns1.thurdata.ch
ns2.thurdata.ch
Beantworten der ganzen Welt die Frage, wo Ihre Domain zu finden ist.

Das sind getrennte Systeme mit getrennten Aufgaben. Der Hosting-Server weiss nichts vom DNS, und die Nameserver wissen nichts von Ihren Dateien.

Daraus folgt eine Regel: Legen Sie Domains und Subdomains immer im Kontrollzentrum an, nie im Panel.

Im Panel gibt es zwar auch einen Punkt „Domain hinzufügen". Er richtet aber nur den Platz auf dem Hosting-Server ein — ohne DNS-Eintrag, und ohne dass Ihr Kundenbereich davon erfährt. Das Ergebnis ist eine Domain, die auf dem Server existiert, aber für niemanden erreichbar ist, und die in Ihrer Übersicht fehlt. Auch ein Zertifikat lässt sich für sie nicht ausstellen.

Das Kontrollzentrum dagegen erledigt beides in einem Zug und prüft dabei, ob die Voraussetzungen stimmen.

Wenn Ihre Domain nicht bei uns registriert ist, sondern bei einem anderen Anbieter, liegen die DNS-Einträge dort. Dann tragen Sie sie in dessen Oberfläche ein — welche Werte nötig sind, steht im Artikel über Domains und Subdomains.

Die zwei Oberflächen

ThurWeb wird über zwei getrennte Oberflächen bedient. Beide gehören zu Ihrem Paket, beide sind für Sie da — aber sie machen Verschiedenes.

Das ThurData Kontrollzentrum Das Webuzo-Panel
Im Kundenbereich auf thurdata.ch, dort wo auch Ihre Rechnungen und Verträge liegen. Ein eigenes Programm auf dem Hosting-Server, erreichbar über einen Knopf im Kontrollzentrum.
Domains, Subdomains, SSL-Zertifikate, FTP-Zugänge, Datenbanken, PHP-Fassung und Grenzwerte, Ressourcen einsehen. Dateien bearbeiten, Datenbankinhalte über phpMyAdmin, Software installieren, Cron-Aufträge, Sicherungen.
Kennt beide Welten: richtet die Website ein und setzt die DNS-Einträge. Kennt nur den Hosting-Server. Vom DNS weiss es nichts.

Die Faustregel: Alles, was Ihr Paket einrichtet — eine neue Domain, ein Zertifikat, ein Zugang, eine Datenbank, die PHP-Einstellungen — machen Sie im Kontrollzentrum. Ins Panel führt Sie nur, was mit dem Inhalt Ihrer Website zu tun hat.

Und dorthin müssen Sie sich nicht durchklicken: Für die drei Werkzeuge, die man im Alltag braucht, steht im Kontrollzentrum je ein Knopf, der Sie unmittelbar hineinbringt — Dateimanager und Software installieren im Reiter Domains, phpMyAdmin im Reiter Datenbanken.

Das Kontrollzentrum im Kundenbereich

Sie finden es im Kundenbereich unter Meine Dienstleistungen, indem Sie Ihr ThurWeb-Paket anklicken. Oben stehen Vertragsdaten und Laufzeit, darunter beginnt die Verwaltung mit sechs Bereichen.

Das ThurData Kontrollzentrum mit den Bereichen Domains, Subdomains, FTP-Accounts, Datenbanken, PHP und Ressourcen

Domains Ihre Websites. Je Domain finden Sie hier vier Karteireiter: allgemeine Angaben, Domain-Aliase, DNS-Einstellungen und SSL-Zertifikate.
Subdomains Unterbereiche einer Domain, etwa shop.ihrefirma.ch.
FTP-Accounts Zugänge zum Hochladen von Dateien.
Datenbanken MySQL-Datenbanken und die Benutzer, die darauf zugreifen dürfen.
PHP Die PHP-Fassung je Domain und die Grenzwerte, etwa für Datei-Uploads.
Ressourcen Wie viel Ihres Kontingents Sie verbraucht haben.

Rechts oben steht der Knopf Web Panel Login. Er bringt Sie ins Panel, ohne dass Sie sich dort erneut anmelden müssen.

Das Webuzo-Panel

Das Panel ist die Oberfläche des Hosting-Servers selbst. Sie erreichen es ausschliesslich über den Knopf im Kontrollzentrum — ein eigenes Passwort brauchen Sie nicht, die Anmeldung geschieht im Hintergrund.

Die Startseite des Webuzo-Panels mit Kennzahlen, Funktionsgruppen und Serverstatus

Oben stehen die Eckdaten Ihres Kontos: Benutzername, Hauptdomain, die IP-Adresse des Servers und Ihr Heimverzeichnis. Rechts sehen Sie, wie voll Ihre Kontingente sind. In der Mitte liegen die Funktionsgruppen; für den Alltag brauchen Sie davon fünf:

  • Server-Dienstprogramme → Dateimanager — Dateien hochladen, bearbeiten, umbenennen, ohne FTP-Programm
  • Datenbank → phpmyadmin — der Inhalt Ihrer Datenbanken
  • Anwendungen → Softaculous — WordPress und andere Software in wenigen Schritten installieren
  • Server-Dienstprogramme → Cron-Job — Aufträge, die zu festen Zeiten laufen
  • Anwendungen → Backuply — Sicherungen

Für die ersten drei brauchen Sie den Umweg über die Panel-Navigation nicht: die Knöpfe im Kontrollzentrum bringen Sie unmittelbar dorthin.

Ein Hinweis zur Sprache. Das Panel ist grösstenteils auf Deutsch, einzelne Seiten sind es nicht — dort steht dann etwa Manage FTP statt FTP verwalten. Das ist kein Fehler Ihres Kontos, sondern eine Lücke in der Übersetzung des Herstellers.

Ihr Konto und Ihre Verzeichnisse

Zu Ihrem Paket gehört ein Konto auf dem Server. Dessen Name taucht an vielen Stellen auf: als Präfix Ihrer Datenbanken, als Teil Ihrer FTP-Benutzernamen und als Name Ihres Heimverzeichnisses.

OrtWas dort liegt
/home/ihrkonto Ihr Heimverzeichnis. Alles, was Ihnen gehört, liegt darunter.
/home/ihrkonto/public_html Der öffentliche Bereich. Nur was hier liegt, ist im Web erreichbar. Die Startseite Ihrer Hauptdomain gehört direkt hier hinein.
public_html/ihrefirma.ch Jede weitere Domain bekommt ein eigenes Unterverzeichnis.
public_html/shop.ihrefirma.ch Ebenso jede Subdomain.

Diese Aufteilung erklärt eine Frage, die uns oft erreicht: Warum sehe ich meine Datei nicht im Browser? Meist liegt sie neben public_html statt darin. Alles ausserhalb dieses Verzeichnisses ist zwar gespeichert, aber nicht öffentlich — was durchaus nützlich ist, etwa für Sicherungen, die niemanden etwas angehen.

Der Webserver sucht in jedem Verzeichnis zuerst nach einer Datei namens index.php, dann nach index.html. Findet er keine, zeigt er je nach Einstellung eine Fehlermeldung. Ihre Startseite muss also so heissen.

Die PHP-Einstellungen und ihre Grenzen

PHP hat eine Reihe von Grenzwerten, die verhindern sollen, dass ein einzelnes Programm den Server lahmlegt. Im Alltag merkt man von ihnen nichts — bis man eine grosse Datei hochlädt oder eine umfangreiche Anwendung installiert. Dann melden sich diese Grenzen, oft mit wenig hilfreichen Meldungen.

Sie finden die Einstellungen im Kontrollzentrum im Reiter PHP. Dort wählen Sie zuerst aus, wofür sie gelten sollen: für Ihr gesamtes Konto oder nur für eine bestimmte Domain. Eine Einstellung für eine einzelne Domain geht dabei der Einstellung des gesamten Kontos vor.

Die Ortsauswahl im Reiter PHP und darunter die PHP-Fassung der gewählten Domain

Haben Sie eine einzelne Domain gewählt, steht darunter die PHP-Fassung, die für sie gilt, und eine Liste zum Umstellen. Verfügbar sind 5.6, 7.4, 8.1, 8.2 (Standard), 8.3 und 8.4.

Es folgen die Grenzwerte. Jeder trägt eine kurze Erklärung, wofür er da ist — Sie müssen also nicht nachschlagen, was post_max_size bedeutet, während Sie davorsitzen.

Die Grenzwerte im Reiter PHP, jeder mit einer Erklärung darunter

Ausführlich sind die einzelnen Werte hier beschrieben:

Einstellung Vorgabe Wofür sie da ist
upload_max_filesize 20M Die grösste einzelne Datei, die hochgeladen werden darf.
post_max_size 8M Die grösste gesamte Sendung an den Server — also alle Dateien eines Formulars zusammen, plus die übrigen Felder.
memory_limit 64M Wie viel Arbeitsspeicher ein einzelner Seitenaufruf verbrauchen darf. Zu wenig davon erzeugt die berüchtigte weisse Seite.
max_execution_time 30 Wie viele Sekunden ein Aufruf laufen darf, bevor er abgebrochen wird. Betrifft lange Vorgänge wie Importe oder Sicherungen.
max_input_time 60 Wie lange das Entgegennehmen der Daten dauern darf — bei grossen Uploads über eine langsame Leitung der eigentliche Engpass.
max_input_vars 1000 Wie viele einzelne Felder ein Formular haben darf. Grosse Menüs oder Einstellungsseiten sprengen das gelegentlich; dann verschwinden beim Speichern stillschweigend Einträge.
date_timezone UTC Die Zeitzone für alle Zeitangaben Ihrer Anwendung. Für die Schweiz ist Europe/Zurich die passende Einstellung. In der php.ini heisst der Wert date.timezone.
session_gc_maxlifetime 1440 Wie lange eine Sitzung ohne Aktivität gültig bleibt, in Sekunden — nach 24 Minuten ist ein angemeldeter Besucher also wieder abgemeldet. Wer längere Warenkorb- oder Anmeldesitzungen möchte, erhöht das hier.
display_errors aus Ob Fehlermeldungen im Browser erscheinen. Auf einer öffentlichen Website gehört das aus — Meldungen verraten Interna. Zum Suchen eines Fehlers kurz einschalten, danach wieder abschalten.
zlib_output_compression aus Komprimiert die Ausgabe vor dem Senden. Spart Bandbreite, kostet etwas Rechenzeit. Die meisten Anwendungen regeln das selbst oder überlassen es dem Webserver — lassen Sie es im Zweifel aus.
Die wichtigste Stelle: Uploads scheitern meist an post_max_size, nicht an upload_max_filesize.

Die beiden Werte müssen zusammenpassen, und der entscheidende ist der kleinere. Steht upload_max_filesize auf 20 MB, aber post_max_size auf 8 MB, dann ist bei rund 8 MB Schluss — obwohl die Anwendung 20 MB anzeigt. Genau so ist es in der Vorgabe eingestellt.

Als Faustregel: setzen Sie post_max_size etwas höher als upload_max_filesize, und memory_limit wiederum höher als beide. Wer 20-MB-Dateien hochladen will, kommt etwa mit 20M / 24M / 128M gut zurecht.

Für WordPress mit mehreren Erweiterungen ist ein memory_limit von 64 MB knapp; 128 MB sind der übliche Richtwert. Ändern Sie die Werte in kleinen Schritten und nur, wenn eine Anwendung es verlangt — höhere Grenzen bedeuten auch, dass ein fehlerhaftes Programm länger und mehr Schaden anrichten kann.

Geändert wird direkt in den Feldern; Einstellungen speichern schreibt sie weg. Sie gelten sofort für den nächsten Seitenaufruf, ein Neustart ist nicht nötig. Ein leeres Feld bedeutet: es gilt wieder die Servervorgabe.

Was in Ihrem Paket steckt

Wie viele Domains, Datenbanken und Zugänge Sie anlegen dürfen, hängt vom gebuchten Paket ab. Den Stand sehen Sie jederzeit im Reiter Ressourcen.

Der Reiter Ressourcen zeigt Verbrauch und Grenze für Speicher, Bandbreite, Domains, Subdomains, Datenbanken und FTP-Konten

Jede Kachel nennt den Verbrauch und die Grenze — bei Speicher und Bandbreite als Balken, bei Domains, Datenbanken und Zugängen als Zahl. Steht dort Unbegrenzt, ist die Zahl in Ihrem Paket nicht beschränkt. Die Grenzen kommen aus dem Tarif — wenn Sie mehr brauchen, lässt sich das Paket wechseln, ohne dass Ihre Daten umziehen müssen.

Was nicht dazugehört

E-Mail ist nicht Bestandteil von ThurWeb. Sie können auf diesem Server keine Postfächer anlegen, und die Adresse info@ihrefirma.ch entsteht nicht dadurch, dass die Domain hier liegt.

Das ist Absicht: E-Mail gehört bei uns auf eigene Mailserver, die dafür gebaut, überwacht und gegen Spam gepflegt werden. Wenn Sie zu Ihrer Website auch Postfächer möchten, ist ThurMail das passende Produkt — beides zusammen funktioniert reibungslos, es sind nur zwei getrennte Dienste.

Wichtig für die Praxis: Ihre Domain kann gleichzeitig hier ihre Website haben und ihre E-Mails woanders. Das eine steuert der A-Eintrag, das andere der MX-Eintrag — zwei getrennte Zeilen in derselben DNS-Zone, die sich nicht ins Gehege kommen.

Die ersten Schritte, der Reihe nach

Wenn Ihr Paket frisch eingerichtet ist, führt dieser Weg am schnellsten zu einer erreichbaren Website:

SchrittWasWo
1 Domain anlegen Kontrollzentrum, Reiter Domains
2 DNS-Einträge setzen, damit die Domain auf den Server zeigt DNS-Manager im Kundenbereich, oder bei Ihrem Registrar
3 Warten, bis die Änderung wirkt — meist Minuten, spätestens Stunden —
4 SSL-Zertifikat ausstellen lassen Kontrollzentrum, Domain öffnen, Reiter SSL-Zertifikate
5 Datenbank anlegen, falls Ihre Anwendung eine braucht Kontrollzentrum, Reiter Datenbanken
6 Dateien hochladen oder Software installieren Panel, Dateimanager oder Softaculous
Die Reihenfolge ist nicht beliebig. Schritt 4 setzt Schritt 2 und 3 voraus: ein Zertifikat wird nur ausgestellt, wenn die Domain nachweislich auf unseren Server zeigt. Solange das nicht der Fall ist, bleibt der Knopf grau. Das ist keine Störung, sondern die eingebaute Vorprüfung — Näheres im Artikel über SSL-Zertifikate.

Wo finde ich was?

Zum Nachschlagen, wenn Sie eine bestimmte Aufgabe vor sich haben:

Ich möchte …… und gehe dafür
eine zweite Website im selben Paket betreibenKontrollzentrum → Domains
einen Unterbereich wie shop. einrichtenKontrollzentrum → Subdomains
ein Zertifikat ausstellen oder erneuernKontrollzentrum → Domains → SSL-Zertifikate
prüfen, warum die Website nicht erscheintKontrollzentrum → Domains → DNS-Einstellungen
einen Zugang für meine Webagentur anlegenKontrollzentrum → FTP-Accounts
eine Datenbank für WordPress anlegenKontrollzentrum → Datenbanken
Dateien hochladenKontrollzentrum → Domains → Dateimanager, oder per FTP
Daten in einer Tabelle ändernKontrollzentrum → Datenbanken → phpMyAdmin
grössere Dateien hochladen könnenKontrollzentrum → PHP
die PHP-Version umstellenKontrollzentrum → PHP
WordPress installierenKontrollzentrum → Domains → Software installieren
einen Auftrag zeitgesteuert ausführenPanel → Server-Dienstprogramme → Cron-Job
Postfächer einrichtengar nicht hier — dafür gibt es ThurMail

Wie es weitergeht

Die drei weiteren Artikel dieser Reihe gehen in die Tiefe:

  • Domains und Subdomains einrichten — die vier Arten von Domains, wo ihre Dateien landen, und welche DNS-Einträge sie brauchen, damit sie funktionieren
  • SSL-Zertifikate — wie ein Zertifikat entsteht, warum es manchmal nicht geht und wie Sie das erkennen
  • Dateien, FTP-Zugänge und Datenbanken — der Werkzeugkasten für den Alltag

Kommen Sie an einer Stelle nicht weiter, öffnen Sie ein Ticket im Kundenbereich. Hilfreich ist dabei die genaue Domain, um die es geht, und was Sie zuletzt versucht haben.

War diese Antwort hilfreich?
  • 0 Benutzer fanden dies hilfreich