ThurFiles: Dateien freigeben und wiederherstellen

ThurFiles ist Ihr Dateispeicher auf Schweizer Servern. Sie erreichen ihn über den Browser, über den Seafile-Drive-Client auf dem Arbeitsplatz und über Apps für Mobilgeräte. Dieser Artikel beschreibt, was Sie als Anwenderin oder Anwender im Browser selbst tun: Dateien über einen Link nach aussen geben, Unterlagen entgegennehmen, erteilte Links wieder entziehen und Gelöschtes zurückholen. Bibliotheken einrichten und Zugriffe für Kolleginnen und Kollegen vergeben ist Sache Ihres Administrators und in einem eigenen Artikel beschrieben.

Inhalt

Anmelden und zurechtfinden
Bibliotheken
Dateien nach aussen geben: der Download-Link
Unterlagen entgegennehmen: der Upload-Link
Links überblicken und wieder entziehen
Eine überschriebene Datei retten: die Versionen
Gelöschtes zurückholen
Geräte und Clients
Was uns am häufigsten gefragt wird

Anmelden und zurechtfinden

Sie melden sich mit Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrem Passwort an. Die Adresse Ihres Servers haben Sie von uns erhalten; sie lautet üblicherweise https://ihrname.thurfiles.ch.

Anmeldemaske von ThurFiles

Nach der Anmeldung stehen links die Bereiche, mit denen Sie täglich arbeiten:

Meine BibliothekenAlles, was Ihrem Konto gehört
Für mich freigegebenWas Ihnen andere freigegeben haben
Für alle freigegebenBibliotheken, die allen Konten offenstehen
Für meine GruppenBibliotheken Ihrer Abteilung oder Ihres Teams
FreigabeverwaltungAlle Links, die Sie erzeugt haben
Verbundene GeräteRechner und Telefone, die mit Ihrem Konto verbunden sind

Übersicht der Bibliotheken

Eine Bibliothek, die Sie hier nicht sehen, ist Ihnen schlicht nicht freigegeben – wenden Sie sich an Ihren Administrator.

Bibliotheken

Eine Bibliothek ist die oberste Einheit in ThurFiles – vergleichbar einem Laufwerk. Darin liegen Ihre Ordner und Dateien. Eingerichtet werden Bibliotheken von Ihrem Administrator, üblicherweise entlang der Abteilungen oder Projekte; er bestimmt auch, wer darauf Zugriff hat. Brauchen Sie für einen neuen Bereich eine eigene Bibliothek oder soll jemand Zugriff bekommen, wenden Sie sich an ihn.

Innerhalb einer Bibliothek arbeiten Sie frei: Ordner anlegen, Dateien hochladen, umbenennen, verschieben, löschen.

Geöffnete Bibliothek mit Dateien

Verschlüsselte Bibliotheken: Arbeiten Sie mit einer solchen, kennt deren Passwort nur Sie selbst. Es ist nicht dasselbe wie Ihr Anmeldepasswort, und es lässt sich nicht zurücksetzen – weder von Ihrem Administrator noch von uns. Geht es verloren, sind die Inhalte verloren. Hinterlegen Sie es an einem sicheren Ort.

Dateien nach aussen geben: der Download-Link

Für den Austausch mit Kunden, Lieferanten oder dem Treuhänder gibt es den Freigabelink. Der Empfänger braucht kein Konto auf Ihrem Server – er öffnet einfach die Adresse im Browser. Damit ist der Link aber auch für jeden benutzbar, der ihn in die Hände bekommt.

Fahren Sie in der Liste über eine Bibliothek, eine Datei oder einen Ordner und klicken Sie auf das Freigabesymbol. Wählen Sie Download-Link und dann Generate Link. Setzen Sie vor dem Erzeugen zwei Häkchen:

Passwort hinzufügenNur wer das Passwort kennt, kommt an die Dateien
Befristung hinzufügenDer Link verfällt von selbst – nach einer Anzahl Tage oder an einem festen Datum

Download-Link mit Passwort und Befristung

Nach dem Klick auf Erstellen zeigt der Dialog den fertigen Link samt Passwort und Ablaufdatum. Über Kopieren nehmen Sie ihn in die Zwischenablage, über Löschen ziehen Sie ihn wieder zurück.

Erzeugter Download-Link

Geben Sie das Passwort auf einem anderen Weg weiter als den Link – ein Anruf oder eine Kurznachricht genügt. Stehen beide in derselben E-Mail, ist der Schutz hinfällig.

Für Kolleginnen und Kollegen, die ohnehin Zugriff haben, brauchen Sie keinen Freigabelink: Im selben Dialog steht bei Ordnern der interne Link. Er führt direkt an die Stelle im Bestand, statt dass sich jemand durch die Ordnerstruktur klickt, und funktioniert nur für Angemeldete mit Berechtigung.

Freigabedialog eines Ordners

Unterlagen entgegennehmen: der Upload-Link

Der Upload-Link ist das Gegenstück. Der Empfänger kann Dateien hineinlegen, sieht aber nicht, was schon da ist. Das ist der saubere Weg, wenn Sie Unterlagen anfordern, die für E-Mail zu gross sind – Bewerbungsdossiers, Belege, Bildmaterial.

Upload-Link

Auch der Upload-Link lässt sich mit einem Passwort schützen. Legen Sie dafür am besten einen eigenen Ordner an, etwa „Eingang Bewerbungen“, statt den Link auf eine ganze Bibliothek zu setzen.

Links überblicken und wieder entziehen

Nach einigen Monaten weiss niemand mehr auswendig, was er wem geschickt hat. Die Freigabeverwaltung in der linken Spalte beantwortet das: Im Register Links steht jeder Link, den Sie erzeugt haben, mit Zielbibliothek, Anzahl Aufrufe und Ablaufdatum.

Freigabelink entziehen

Beim Überfahren einer Zeile erscheint rechts das Papierkorbsymbol. Ein Klick, und der Link ist ungültig – sofort und für alle, die ihn haben. Wer ihn danach aufruft, sieht eine Fehlermeldung. Das ist der Weg, wenn ein Link versehentlich hinausgegangen ist.

Gewöhnen Sie sich an, hier gelegentlich aufzuräumen: Links ohne Ablaufdatum bleiben sonst jahrelang gültig.

Eine überschriebene Datei retten: die Versionen

Der häufigste Datenverlust im Alltag ist nicht die gelöschte Datei, sondern die kaputtgespeicherte: Die Kalkulation wird mit falschen Zahlen überschrieben, ein Word stürzt beim Speichern ab und hinterlässt ein leeres Dokument, jemand arbeitet in der falschen Fassung weiter. Für genau diese Fälle führt ThurFiles zu jeder Datei eine Versionsgeschichte.

Bei jedem Speichern – ob im Browser, über den Drive-Client oder aus einer Anwendung heraus – legt der Server die vorherige Fassung beiseite, statt sie zu überschreiben. Sie müssen dafür nichts tun und nichts einschalten; es geschieht im Hintergrund.

So holen Sie eine ältere Fassung zurück:

1.Öffnen Sie die Bibliothek und fahren Sie über die betroffene Datei.
2.Klicken Sie im Zeilenmenü auf Versionen.
3.Sie sehen alle Fassungen mit Datum, Uhrzeit, Bearbeiter und Grösse.
4.Im Menü einer Zeile wählen Sie Wiederherstellen.

Versionsliste einer Datei mit den Aktionen

Oft verrät schon die Grösse, welche Fassung die beschädigte ist: Im Bild oben ist die aktuelle Version auf 5 Bytes zusammengeschrumpft, während die Fassung von wenigen Minuten zuvor 86 Bytes hat. Sind Sie unsicher, hilft das Menü weiter:

AnzeigenIn eine alte Fassung hineinschauen, ohne etwas zu verändern
HerunterladenDie alte Fassung als Kopie holen und daneben vergleichen
WiederherstellenDiese Fassung wieder zur gültigen machen
Verbundenen Schnappschuss ansehenDie ganze Bibliothek im Zustand von damals betrachten – nützlich, wenn mehrere Dateien betroffen sind

Sie können dabei nichts kaputt machen. Wiederherstellen löscht keine Version. Die alte Fassung wird als neue aktuelle Version oben aufgesetzt; die beschädigte bleibt in der Liste stehen. Merken Sie unterwegs, dass Sie die falsche Fassung erwischt haben, holen Sie einfach die nächste zurück.

Wie weit die Geschichte zurückreicht, legt Ihr Administrator je Bibliothek fest. Im Normalfall bleiben alle Fassungen erhalten. Ist eine Datei älter als der eingestellte Zeitraum, hilft nur noch die Sicherung – melden Sie sich in dem Fall früh, denn auch die reicht nicht beliebig weit zurück.

Ein Wort zum Verschlüsselungstrojaner: Verschlüsselt ein befallener Rechner Ihre Dateien, synchronisiert der Drive-Client die verschlüsselten Fassungen brav mit. Verloren sind die Daten deshalb nicht – die sauberen Fassungen liegen in der Versionsgeschichte. Melden Sie sich in einem solchen Fall aber umgehend bei uns, statt selbst grossflächig wiederherzustellen.

Gelöschtes zurückholen

Gelöschte Dateien und Ordner sind nicht sofort fort. Jede Bibliothek hat einen eigenen Papierkorb, den Sie in der geöffneten Bibliothek rechts finden.

Papierkorb einer Bibliothek

Ein Klick auf Wiederherstellen legt den Eintrag an seinen alten Platz zurück. Eine ganze gelöschte Bibliothek finden Sie nicht hier, sondern unter Gelöschte Bibliotheken im Benutzermenü oben rechts.

Gelöschte Bibliotheken

Beides ist zeitlich begrenzt. Wie lange der Papierkorb vorhält, legt Ihr Administrator fest. Verlassen Sie sich nicht darauf als Sicherung – dafür ist das Backup da, das wir im Hintergrund führen.

Geräte und Clients

Die meisten Anwender arbeiten nicht im Browser, sondern mit dem Seafile-Drive-Client: Er blendet den Speicher als Laufwerk in den Explorer ein und lädt Dateien erst beim Öffnen herunter. Die Installationsdateien finden Sie über Clients unten links.

Download der Clients

Unter Verbundene Geräte sehen Sie, welche Rechner und Telefone mit Ihrem Konto verbunden sind, samt letztem Zugriff. Ist ein Gerät abhandengekommen, trennen Sie es hier – und melden Sie es Ihrem Administrator.

Verbundene Geräte

Was uns am häufigsten gefragt wird

Ich habe einen Link verschickt, der nicht hinausgehen sollte. Freigabeverwaltung → Links → Papierkorbsymbol. Der Link ist sofort ungültig.
Der Empfänger kommt nicht an die Dateien. Prüfen Sie, ob der Link abgelaufen ist und ob der Empfänger das Passwort erhalten hat. Beides steht in der Freigabeverwaltung.
Ich habe eine Datei mit falschem Inhalt überschrieben. Zeilenmenü der Datei → Versionen → die richtige Fassung wiederherstellen. Es geht dabei keine Fassung verloren.
Ich brauche eine neue Bibliothek. Das richtet Ihr Administrator ein – mit Namen, Eigentümer und den passenden Zugriffen.
Eine Kollegin soll Zugriff auf meine Ablage bekommen. Ebenfalls über Ihren Administrator. So bleibt nachvollziehbar, wer worauf Zugriff hat.
Ich habe das Passwort meiner verschlüsselten Bibliothek vergessen. Die Daten sind nicht wiederherstellbar – auch nicht durch uns. Das ist der Preis der Verschlüsselung auf dem Gerät.
Mein Anmeldepasswort ist weg. Das setzt Ihr Administrator zurück. Es betrifft nur die Anmeldung, nicht verschlüsselte Bibliotheken.
Wie viel Platz habe ich noch? Ihren Verbrauch sehen Sie im Benutzermenü oben rechts. Das Kontingent vergibt Ihr Administrator im Rahmen Ihres Vertrags.

Kommen Sie nicht weiter, wenden Sie sich zuerst an den Administrator Ihres Unternehmens. Liegt es am Server, erreicht er uns über das Kundenportal.

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